Zwei Jahre Ewigkeit

 

Es ist schon wieder Som­mer, unfass­bar eigentlich, aber die Zeit verge­ht. Sie blickt nicht zurück, so wie ich. Ich ver­misse Johan­na — noch immer, noch mehr. Früh am Mor­gen ist sie mir am näch­sten, wenn alles noch still ist im Haus. Seit Wochen höre ich dann Philip Poisel. Der Weltschmerz in der Stimme des jun­gen Sängers trifft den meinen. Holt die Erin­nerun­gen her­vor, ganz beson­ders die trau­ri­gen. Aber dies­mal weiche ich nicht aus, schiebe sie nicht weg. Ich denke, dass ich es auf­schreiben muss — endlich. Der Tod gehört zum Leben, sagt man. Aber wo fängt man da an.

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