Weißt Du noch damals?

Ich fange spät an zu schreiben dieses Jahr, obwohl Du immer in meinen Gedanken bist – zumin­d­est das hat sich nicht verän­dert, auch nicht sechs Jahre später – aber das Leben geht weit­er, fordert mich und dies nicht immer im pos­i­tiv­en Sinne. Wieder ist ein Fam­i­lien­mit­glied schw­er krank und er begin­nt von Neuem, unser Kampf mit Ärzten, der Krankenkasse und dem all­seits ver­traut­en medi­zinis­chen Dienst der Krankenkassen – kurz MDK. Trotz vie­len Jahren Erfahrung ste­hen auch wir zu oft hil­f­los da, schüt­teln den Kopf über das Sys­tem, das nicht den Men­schen, den Patien­ten sieht, son­dern nur Vorschriften und Para­graphen. Heute blicke ich bewusst zurück, auf die Momente, in denen es uns auch bei Dir so ging. Kurz nach der Diag­nose Hirn­tu­mor und der darauf­fol­gen­den OP hat­ten wir das Glück, zumin­d­est in den Ärzten und Schwest­ern ver­ständ­nisvolle Part­ner zu haben, die das Gespräch sucht­en, uns immer informierten, egal wie schlimm die Sit­u­a­tion war. Und es war schlimm damals, Du hast bei jed­er Kom­p­lika­tion hier gebrüllt. Weißt Du noch damals? weit­er­lesen