Sweet Sixteen

Wieder ein Geburt­stag ohne Dich, der Achte inzwis­chen. Nun bist Du fast genau­so lange fort, wie Du bei uns gelebt hast. Ich hab nachgerech­net: 8 Jahre 8 Monate und ein paar Tage — 16 um genau zu sein. So alt bist Du gewe­sen an diesem 9. August 2011. Dein­er Schwest­er hat­te ich zum 16ten ein kleines Album geschenkt mit 16 Porträ­tauf­nah­men – für jedes Leben­s­jahr eine. Ich weiß noch genau, wie gerührt ich war, sie so noch ein­mal zu sehen. Ange­fan­gen mit dem winzi­gen Baby­gesicht bis hin zu dem hüb­schen jun­gen Teenag­er. Die Verän­derung war beein­druck­end und doch schaute aus jedem Bild unverkennbar Mascha her­aus. Heute ist sie 19, also erwach­sen, etwas, was für Dich nie möglich erschien und doch haben wir uns nichts mehr gewün­scht. Ich habe in den let­zten Jahren oft ver­sucht, mir Dich vorzustellen und es fällt mir von Jahr zu Jahr schw­er­er. Wenn ich Deinen Vater anse­he, denke ich oft, Du kön­ntest ihm noch ähn­lich­er sein als damals, vielle­icht nicht ganz so groß, doch mit lan­gen Beinen – und natür­lich ohne Bart, aber mit lan­gen rot­blonden Lock­en. Zumin­d­est die stör­rischen Haare hat­test Du ja von mir. Ab hier fängt es an schwierig zu wer­den und es schmerzt, nachzu­denken über etwas, das man nicht haben kann, nie haben wird.

Sweet Six­teen weit­er­lesen

Erinnerungen an das Geburtstagskind und die Torte, die es nie gab

Geburt­stage sind immer beson­ders, ger­ade beim eige­nen Kind. Man schwel­gt in Erin­nerun­gen und freut sich auf die Zukun­ft, das näch­ste Jahr, den näch­sten Schritt. Doch wo keine Zukun­ft mehr ist, bleibt die Erin­nerung, so hell und klar, als wäre es gestern gewe­sen. Der Tag ihrer Geburt, ein Son­ntag und sie hat­te es furcht­bar eilig, auf diese Welt zu kom­men, als wüßte sie, dass ihr nur eine kurze Zeit bleibt. Sie war ein Ster­nen­guck­er. Das sind ganz beson­dere Men­schen, sagte uns damals die Hebamme. Sie sollte recht behal­ten.

Erin­nerun­gen an das Geburt­stagskind und die Torte, die es nie gab weit­er­lesen