Johanna zaubert

Die Zeit verge­ht so schnell, schon wieder ist Som­mer. Nicht ganz so heiss wie let­ztes Jahr, es gibt auch mal Regen zwis­chen­drin. Die Blüm­chen auf Deinem Grab blühen um die Wette, dazwis­chen leuchtet weiß der Zauber­schnee. Die Pflanze habe ich erst dieses Jahr ent­deckt und fand den Namen so lustig. Ich musste gle­ich daran denken, dass wir Dir an Deinem 8. Geburt­stag eine Kochschürze geschenkt hat­ten, mit der Auf­schrift “Johan­na zaubert”. Das passt, dachte ich, beson­ders die Blüten, so klein und zart und doch so kraftvoll. Auch der Klee ist wieder da und füllt die weni­gen Lück­en in der Erde, wie eine Decke bre­it­et er sich aus. Ich kann es mir nicht erk­lären, aber es zaubert ein Lächeln in mein Gesicht.

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Und noch einmal die verflixte Sieben

Es ist ein sehr heißer Som­mer, Berlin ächzt unter der Hitze und auf Johanna´s Grab wächst Klee. Mit ganz kleinen Pflänzchen hat es ange­fan­gen und ich hab sie ste­hen lassen. Es erschien mir irgend­wie passend. Nun bre­it­et sich der Klee wie ein schützen­der Tep­pich zwis­chen den bun­ten Blüm­chen aus, die wir gepflanzt haben. Ein Lächeln auf dem Gesicht denke ich mir, das wird ihr gefall­en, ich seh sie vor mir, auf ein­er Blu­men­wiese hält sie die Hände schützend über ein Gänse­blüm­chen und freut sich: „Guck mal, so ein schönes Blüm­chen“. Wie behut­sam sie manch­mal über die Wiese ging, denn sie wollte kein Blüm­chen zertreten und keinen Käfer ver­let­zen. Das war natür­lich nicht immer so, aber doch so oft, dass es mir in Erin­nerung geblieben ist.

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